Schachbezirk Freiburg/Breisgau - Bezirksversammlung 2001
Bericht aus der Versammlung am Freitag, den 21. Juni 2002 in der EBW FR-Weingarten




Nachfolgender Bericht ist kein offizielles Protokoll, sondern gibt lediglich die Erfahrungen des Berichtenden wieder.

Einstufung der Vereine Wiehre und Staufen in der neuen Saison 2002/03.

Von den den Antrag auf Höhereinstufung stellenden Vereinen war lediglich Staufen durch zwei Mitglieder vertreten. Ein Vertreter von Wiehre war nicht anwesend.

Staufen trug seinen schriftlich eingereichten Antrag selbst mündlich vor. Der Antrag von Wiehre wurde vom Bezirksvorsitzenden Urnauer verlesen. Herbert Thörner ergänzte, dass ihm am Tag der Bezirksversammlung eine aktuelle Mitgliederliste Wiehres vom BSV zugestellt worden sei, auf welcher auch die im Antrag genannten Spieler gestanden hätten (bei insgesamt 57 Mitgliedern).

Die Nennung von vier Großmeistern wurde mit etwas ungläubigem Staunen aufgenommen. Es wurden einige Stimmen laut, die Zweifel daran äußerten, dass sich irgendwelche Großmeister dafür hergeben, in der A-Klasse darauf zu warten, bis der Gegner eine Figur einstelle.

Auf wesentlich mehr Unmut stieß jedoch die Abwesenheit von Wiehre.

Es fielen Argumente wie:
"Sollen wir uns für deren Interessen den Kopf zerbrechen, wenn sie selbst nicht willens oder in der Lage dazu sind?"
"57 gemeldete Mitglieder und keiner kommt zur Bezirksversammlung".

D.h. die Nicht-Anwesenheit des antragsstellenden Vereines wurde wohl als mangelnder Respekt vor der Wichtigkeit der Bezirksversammlung als höchstem Organ des Bezirkes ausgelegt und als eine Geringschätzung der Anwesenden.

Nach längerer Diskussion wurden die beiden Anträge zur Abstimmung zur gestellt.

Staufen beantragte B-Klasse oder höher. Deshalb wurde zunächst der Start in der A-Klasse zur Abstimmung gestellt. Dieser fand auch gleich eine knappe Mehrheit der Delegierten.

Wiehre beantragte A-Klasse oder höher. Daher wurde zunächst über eine Einstufung in der Bezirksklasse abgestimmt, die einstimmig abgelehnt wurde. Bei der nachfolgenden Abstimmung über die Einstufung in die A-Klasse wurde auch diese bei nur drei Befürwortern (darunter ich selbst) abgelehnt.

Wendelin Urnauer wollte daraufhin über eine Einstufung in die B-Klasse abstimmen lassen. Dagegen wurde eingewandt, dass von der B-Klasse nichts im Antrag gestanden hätte, eine solche Abstimmung also nicht zulässig sei. Es fand sich auch niemand bereit, einen diesbezüglichen Dringlichkeitsantrag zu Gunsten Wiehres zu stellen. Man war allgemein der Ansicht, dass ein Verein, wenn er seine Interessen in der Bezirksversammlung nicht selbst vertreten wolle, auch die Konsequenzen daraus in Kauf nehmen müsse, wenn er seine Anträge nicht richtig formuliere.

Fazit:
Nach dem Beschluss der Bezirksverammlung darf Staufen in der kommenden Saison als elfte Mannschaft in der A-Klasse starten, während Wiehre mit allen Mannschaften in der C-Klasse beginnen muss.


Winfried Schüler, Internet-Referent