Leserbriefe


 
 

16.03.2003 - Spiel gegen FR-Wiehre oder Schach mit List und Tücke?
Als einen der großen Vorteile beim Schach ist zweifellos anzusehen, dass hier Jeder gegen Jeden spielen kann. Jung gegen alt. Frau gegen Mann. Kind gegen Erwachsener. Und ein großer Vorteil für die moralisch-intellektuelle Entwicklung von jugendlichen ist zweifellos, dass es sich beim Schach um ein vom Grundsatz zunächst nicht zufälliges und ABSOLUT FAIRES Spiel handelt.

Oder?

In diesem sicheren Bewußtsein trat also heuer die II. Mannschaft von Ettenheim gegen die Mannschaft Freiburg-Wiehre I in der Kreisklasse B an. In Anbetracht der bekanntermaßen starken Besetzung an den ersten 4 Brettern von Wiehre, war man hier besonders auf ein hartes aber deshalb auch besonders faires Aufeinandertreffen vorbereitet. Zumal die Mannschaft von Wiehre I mit Schachfreund Michael Stock einen bekanntermaßen um die Fairness besonders verdienten und dafür auch allseits bekannten Spieler in ihren Reihen hat.

Das Spiel entwickelte sich zunächst auch in ruhigen Bahnen. Bis das GERÜCHT aufkam, einer der starken Spieler (A) von Wiehre hätte einem der schwächeren jüngeren Spielern (B) an den hinteren Brettern einen Tipp zu dessen laufender Partie gegeben. Dies soll - selbstverständlich handelt es sich nur um ein Gerücht - folgendermaßen abgelaufen sein:

B ist am Zug und kann mit einem Turmzug in eine gute Position kommen. A nimmt einen Turm von einem leeren Brett und läuft am Brett von B vorbei. Bei Blickkontakt bewegt A den in seiner Hand befindlichen Turm schwungvoll nach vorne. Unmittelbar darauf zieht B den Turm um einige Reihen nach vorne.

Wie reagierten die Ettenheimer Spieler auf diesen Vorfall: Stocksauer!

gez. Andreas Lindenthal
SF Ettenheim



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